Kunde: “Sie haben doch auch eine eigene Internetseite?”

Geschäftsmann: “Natürlich, das ist doch heutzutage selbstverständlich!”

Der Kunde freut sich, dass er jetzt 24 h lang schauen kann, wann z.B. seine Bäckerei geöffnet hat, wo er morgens seine Brötchen holt. Doch der Geschäftsmann ärgert sich, weil er einen hohen Geldbetrag investiert hat, aber so gut wie keine Neukunden auf Grund seiner Internetpräsentation in sein Geschäft kommen.

Bei diesem Szenario kann man auch verstehen, dass sich viele Geschäftsleute darüber ärgern, dass der Betrieb einer eigenen Internetseite in erster Linie mit hohen Kosten verbunden ist (Aufbau u. Pflege / Domain + Hosting etc.).  Andererseits wird der komplette Verzicht oft als Wettbewerbsnachteil wahrgenommen, der er u. U. natürlich auch ist.

Wie kann man dem entgegenwirken?

Man sollte von Anfang an eine veränderte Sichtweise auf das Projekt “Internetpräsenz” haben. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass die meisten Webseiten immer noch dem Schema “Home - Wir über uns - Produkte - Kontakt - Impressum” folgen (z.B. Stadtfleischerei May). Also im Grunde nichts anderes sind, als Broschüre, Faltblatt, Prospekt etc. in digitaler Form. Ein Faltbatt hat der potenzielle Kunde im Briefkasten - aber woher weiß er von einer vorhandenen Webseite?  Nun, da gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Aufdruck der Domain (= WWW-Adresse) z.B. auf dem Schaufenster / Quittung etc. des Einzelhändlers
  2. von einer Visitenkarte / Flyer o. ä.  Werbeträger
  3. Eintrag in einer Onlinedatenbank (z.B. Branchenliste der jeweiligen Kommune)
  4. durch die Suche in Suchmaschinen wie Google

Schon diese vier Beispiele machen deutlich, dass die Gewinnung von Neukunden mit Hilfe einer Internetseite doch schwieriger ist, als gedacht.

Betrachten wir 1. u. 2. genauer fällt auf, dass die entsprechende Person bereits persönlich Kontakt aufgenommen,  oder andere Werbemittel bekommen haben muss, um an die Information - die Domain -  zu gelangen. Anders ausgedrückt: Wenn jemand über 1. u. 2. Besucher unserer Webseite wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass er entweder bereits Kunde ist, oder zumindest schon etwas über unser Geschäft weiß.

Wenn wir jetzt 3. u. 4. anschauen, sieht das schon wieder etwas anders aus. Fangen wir mal mit 4. an - also Google: Hier kommt es natürlich auf die Branche an, bzw. den Nischencharakter des Geschäfts. Bäcker und Fleischer haben da eher schlechte Karten, durch Zufall gefunden zu werden (ohne zusätzliche Suchmaschinenoptimierungen = zusätzliche Kosten). Die Webverzeichnisse und deren Potenziale möchte ich einem meiner nächsten Artikel etwas näher beleuchten. Hier stecken nämlich für kleine Internetpräsentationen mit häufig wiederkehrenden Inhalen (also Bäcker, Fleischer, Handwerker usw.) viele Möglichkeiten. Auch für kunsthandwerkliche Unternehmen, Antiquitätenhändler, Freiberufler sind diese sicher nicht uninteressant.

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